Was ist ein Leckage-Detektor?

Ein Leckage-Detektor wandelt die für das menschliche Ohr unhörbaren Ultraschallgeräusche (im Bereich von 25–100 kHz), die durch ausströmende Druckluft an Leckagen entstehen, in hörbare Signale um. Ausgestattet mit einem hochsensiblen Richtmikrofon, elektronischen Filtern und einem integrierten Display lokalisiert das Gerät undichte Stellen präzise – selbst in lauten Produktionshallen bei laufendem Betrieb.

Funktionsweise des Detektors

Der integrierte Ultraschallsensor erfasst die spezifischen Turbulenzgeräusche, die physikalisch bedingt bei einem Druckabfall an der Leckstelle entstehen. Ein interner Verstärker leitet das Signal an das Headset weiter und macht es als charakteristischen „Pschhh“-Ton hörbar. Parallel dazu zeigt das Display die Signalintensität an und berechnet oft direkt die potenzielle Einsparung in Euro pro Jahr. Für die punktgenaue Ortung wird standardmäßig die bewährte „Grob-zu-Fein“-Methode angewendet.

Zentrale Komponenten

  • Richtmikrofon: Fokussiert die Ultraschallwellen und ermöglicht eine sichere Ortung aus einer Reichweite von bis zu 10 Metern.
  • Audiofilter / Verstärker: Isoliert die Frequenz der Leckage und filtert den normalen industriellen Umgebungslärm zuverlässig heraus.
  • Display & Headset: Visualisieren die Signalstärke und berechnen das ungefähre Leckvolumen direkt in Litern pro Minute (l/min).
  • Software: Bietet eine moderne, oft KI-gestützte Einsparungsprognose zur direkten Dokumentation der Wirtschaftlichkeit.


Maßnahmen nach der Ortung

Die identifizierten Leckagen können meist ohne teuren Stillstand direkt im laufenden Betrieb behoben werden – die Anschaffung des Geräts amortisiert sich durch die Energieeinsparung von 20–30 % in der Regel schon innerhalb von 6 Monaten. Eine anschließende fachmännische Reparatur (Austausch von Dichtungen, Nachziehen von Schraubverbindungen) verhindert nachhaltig teure Folgekosten.